Brunnen


Brunnen sind enger Bestandteil der Schulprojekte, denn Schulgärten sich auf einen unmittelbaren Zugang zum Wasser angewiesen. Finanziert und gebohrt werden sie jedoch von anderen Trägern; Lernen dürfen e.V. setzt sich dafür ein, einen Sponsor für den Brunnen zu gewinnen.

Der erste Tiefbrunnen der hinteren Falaise steht in Kpenkibaga! Geplant und finanziert hat ihn der von der KFW finanzierte Deutsch-Burkinische Entwicklungsfond FICOD. Durchgeführt hat diese Maßnahme Helmut Ludwig als Projektleiter. Er übergab der Dorfbevölkerung am 13. April 2011 den Brunnen.


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Heute versorgt der Brunnen die Dorfbevölkerung mit sauberem Wasser. Ihre Überlebenschancen verbessern sich dadurch erheblich. Zugleich ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die hohe Kindersterblichkeit gelungen, die mit dem Mangel an sauberem Wasser in direktem Zusammenhang steht. Bislang erreichten nur 42 Prozent der kleinen Kinder das 5. Lebensjahr.



Gemäß der Tradition versorgen die Frauen die Familie mit Wasser. Dafür laufen sie normalerweise täglich viele Kilometer, um schließlich Wasser aus keimbelasteten Flussbetten zu schöpfen. Anschließend bringen sie die Last von 20 bis 30 Litern auf dem Kopf über steinige Wege zurück zum Hof ihrer Familie.

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Die Frauen und ihre Kinder treffen sich jetzt am Brunnen im Dorf. Weiterhin werden hier die neuesten Nachrichten untereinander ausgetauscht. Nur der Weg zum Hof ist nicht mehr so weit und anstrengend.