C.P und UNTAANI


Claudia Papenhausen - ein Portrait

von Beate Oehl, Unternehmensberaterin
anläßlich des 7. Idsteiner Frauentages vom 24. bis 25. September 2011 in Idstein/Taunus

Claudia Papenhausen ist pensionierte Lehrerin für Sport und Biologie sowie Mediatorin für Sucht- und Gewaltprävention. Auf einer ihrer vielen Reisen gelangte sie 2008 mit dem Motorrad in den abgelegenen Süd-Ost-Zipfel von Burkina Faso, dem zweitärmsten Land der Welt. "Gegen diese Ungerechtigkeit des Schicksals will  i c h  etwas tun!" war ihr schlagartig klar. Gemeinsam mit der dortigen Selbsthilfeorganisation 'UNTAANI' und der Bevölkerung engagiert sie sich seitdem für den Bau von Schulen und Tiefbrunnen.

Bildung bekämpft Armut, das ist kein Geheimnis, aber trotzdem warten 9 von 10 Kindern  in dieser Enklave bisher vergeblich darauf !

Im Mai 2009 kehrte sie nach Afrika zurück, um sich  mit Hilfe aller offiziellen Verantwortlichen einen Überblick über die aktuelle Bildungssituation vor Ort zu verschaffen. "Schulwege bis zu 34 km sind unzumutbar für unterernährte Kinder ! Ich will  alles in meiner Kraft stehende dafür tun, ihnen dieses Menschenrecht auf Grundbildung  bald zugänglich zu machen ". Sie schloss sofort mit der Bevölkerung von vier Dörfern Kooperationsverträge zum gemeinsamen Bau je einer Schule mit Brunnen ab, gründete direkt im Anschluss in Eppstein den Verein 'LERNEN DÜRFEN e.V.',- versprach allen Spendern, selbst die Bau- und Finanzaufsicht zu führen und lebte deshalb seit Sept. 2010 mit den Einheimischen unter der sengenden Sonne Afrikas.

Seit wenigen Tagen ist sie wieder zurück. Mit Mut und hohem Einsatz und mit der zuverlässigen Unterstützung von 'UNTAANI' ist das gelungen, was viele Skeptiker für unmöglich hielten: das 1. Etappenziel , eine 'Grundschule mit Schulgarten und Brunnen, Schulküche und Lehrerhaus' ist vollendet! Am 1. Oktober beginnt nun für viele das neue Schuljahr.

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UNTAANI, gegründet von jungen Erwachsenen im Jahr 2007, ist eine Selbsthilfeorganisation, die es sich zum Ziel macht, die Ressourcen in der Falaise zusammen mit der Dorfbevölkerung zu entwickeln und besser zu nutzen. Dazu gehört auch der Ausbau der Schulbildung.